Herzlich Willkommen auf dem ergovia-Blog

von Jens Buchloh (Kommentare: 0)

Was erwartet Sie und wer schreibt den Blog?

Dieser Unternehmens-Blog ist dafür gedacht, um Ihnen (als Kunde, als Partner oder einfach als Interessent) zu zeigen, welche Mission uns in der Firma vorantreibt und motiviert. Wir möchten Sie an unseren Ideen teilhaben lassen und diese gerne gemeinsam mit Ihnen im Austausch erörtern. Alle Mitarbeiter sollen hier die Gelegenheit bekommen, ihre ganz speziellen Projekte vorzustellen und sowohl Ihnen als auch den Kollegen einen regen Einblick geben.

Den Auftakt zu diesem Blog mache ich, Jens Buchloh, als Gründungs-ergovianer und Geschäftsführer.

 

Zu den Anfängen von ergovia

Wie alles anfing…

Bevor ich 2002 ergovia gründete, absolvierte ich für den Bildungssektor ganz klassisch ein Lehramtsstudium. Jedoch zog es mich wider Erwarten nach der Universität nicht an eine Schule, sondern direkt in die berufliche Bildung, von der für mich eine starke Faszination ausging.

In 6 Jahren der beruflichen Bildung lernte ich einen Bildungsprozess kennen, den ich im Regelschulalltag in dieser Art noch nicht erlebt hatte.

ergovia-Gründer Jens Buchloh
ergovia-Gründer Jens Buchloh

Große Klassen, 45-Minuten-Taktung und ein Lehrplan nach Klassenstufen? Von wegen!

Während ich sah, dass meine ehemaligen Kommilitonen als Lehrkräfte an einer Schule ihr geballtes Wissen frontal an die gesamte Klasse weitergaben, so entdeckte ich, dass die Wissensvermittlung in der beruflichen Bildung viel individueller stattfand. Jeder einzelne Jugendliche wurde mit seiner einzigartigen Biographie, mit seinen Stärken und Schwächen betrachtet und darauf aufbauend wurde mit ihm zusammen ein Förderplan auf seine Bedürfnisse zugeschnitten.

Bei einer durchschnittlichen Gruppengröße von 20 Teilnehmern ging es darum, genau diese 20 Einzelvorhaben über eine Dauer von einem Jahr zu begleitet. Ein spannender Prozess! Es galt, zuzuhören und aufmerksam zu betrachten, welche Erlebnisse und Fortschritte der Einzelne durchlief.

Ein weiterer Unterschied war es auch, dass in der beruflichen Bildung kein zeitlicher Rahmen vorgegeben war. Statt meine Arbeitstage im Takt von 45-Minuten-Einheiten zerhackt zu bekommen, konnten ich hier meine Tagesabläufe nach Bedarf der Teilnehmer flexibel gestalten.

Meine Rolle veränderte sich vom Wissensmonopolist im Frontalunterricht hin zum Bildungsbegleiter der Schüler.

Zu den Schattenseiten meiner Aufgaben gehörte allerdings eine umfangreiche und zeitintensive Dokumentation. Immer mehr umtrieb mich der Gedanke: Das müsste doch auch alles einfacher und übersichtlicher gehen!

Und so entstand mein Ansporn direkt aus der Praxis heraus, eine zeitsparende Dokumentations-software zu konzipieren. Ich suchte mir einen Softwareentwickler und erzählte ihm von meinen Plänen. Kurz darauf beschlossen wir, eine gemeinsame Firma zu gründen. Das war der Startschuss für ergovia und unser erstes gemeinsames Produkt: Eine Dokumentationssoftware für die berufliche Bildung.

Bald merkte ich, dass nicht nur die berufliche Bildung mit dem individuellen Bildungsansatz arbeitet, sondern diese Ansätze schon viel früher im Entwicklungsprozess des Menschen greifen: bei der Frühpädagogik. Zusammen mit Fachleuten aus der frühkindlichen Bildung überlegten wir, wie wir den Alltag der pädagogischen Fachkräfte vereinfachen, ihren Arbeitsaufwand verringern, aber qualitativ aufwerten konnten. Und somit war die Idee für eine  Tablet-App in Kitas zur Dokumentation von Entwicklungsverläufen geboren.

 

Der Fokus liegt auf der individuellen Bildung

Was treibt uns an bei ergovia?

Mit den Jahren zeigte sich, dass sich mein Selbstverständnis als Bildungsbegleiter prima auf den Job eines CEO in einer agilen Firma übertragen lies. Hier habe ich mich im Prinzip „Servant Leadership“ wiedergefunden. Es geht mir darum zu verstehen, welche Bedürfnisse der Einzelne bei uns in der Firma hat und welche Motivation ihn vorantreibt. Es gibt bei uns viele Mitarbeiter, die sich beruflich ihren persönlichen Zielen entsprechend weiterentwickeln konnten.

Und so leben wir bei ergovia tatsächlich nach unserer Firmenvision: Jeder Mensch soll die Bildung erhalten, die ihm hilft, seine persönlichen Ziele zu erreichen

 

Unser Team ist stetig gewachsen, wir sind mittlerweile 39 Mitarbeiter, darunter viele Pädagogen mit Backgrounds aus den verschiedensten Bereichen, von Kindertagesstätten über Schulen bis hin zur beruflichen Bildung. Alle mit der einen Mission: Mit Blick auf die individuelle Bildung Menschen fit für die Arbeitswelt von morgen zu machen.

Wir sind uns einig: Eine erfolgreiche Bildungstransformation kann nur gelingen, wenn alle Bildungsbereiche stark mit Unternehmen zusammenarbeiten.

Wie das funktionieren kann, lernte ich u.a. auf meiner Forschungsreise nach Estland kennen. Dort wird stark auf die Expertise von Wirtschaftsunternehmen zurückgegriffen, um die Kinder bestmöglich auf die spätere Arbeitswelt vorzubereiten. Der Lehrer wird nicht mehr als der Wissensübermittler gesehen, sondern vielmehr als Bildungsbegleiter. Es ist seine Aufgabe, die Schüler durch den Informationsdschungel zu führen, ihnen zuzuhören und sie zu motivieren. Zu diesen Erlebnissen in Estland haben wir eine kleine Filmreihe gemacht.

Unsere wertvollen Erfahrungen, die wir durch die Verknüpfung von pädagogischem Wissen und agilen Methoden eines IT-Unternehmens erlangt haben, tragen wir bereits jetzt schon in die verschiedenen Bildungsbereiche. Wir sind gefragter Partner bei Podiumsdiskussionen, Vorträgen, Schulungen und Beratungen.

Ganz im agilen Sinne geht es für uns bei der Bildungstransformation darum, loszulegen und aus den Erfahrungen für nachfolgende Projekte zu lernen.

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